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@swantjeallmers

Founder & CEO New Work Masterskills | Bestselling Author | Podcast Host »To Be Honest« | LinkedIn Top Voice '24 | Personio HR Top Voice '24

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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

3mo

Wir wachsen nur im Inneren, nie im Außen. Selbstreflexion bringt mehr als Awards und Auszeichnungen.   Die wichtigsten Dinge, die uns im Leben passieren, sind für andere nicht sichtbar. Dazu lässt sich kein Post machen, dafür gibt es kein Top-100-Ranking, das findet nicht auf einem roten Teppich statt, und man kann und muss auch nicht damit angeben.   Echtes Wachstum passiert im Inneren. Wenn wir mal stehen bleiben, uns reflektieren und uns mit uns selbst auseinandersetzen, statt immer nur zu „machen“. Das geht tiefer als eine Gesichtsmaske oder ein Wochenende im Wellness-Bereich – und kann auch unangenehmer sein.   Ich habe im letzten Jahr viel über meine Muster, Grenzen, toxische Beziehungen, Werte, Trauer und Verlust gelernt, und ich bin immer noch dabei.   Ein wichtiger Baustein meines Prozesses ist es, meine Gefühle, Gedanken und Erkenntnisse aufzuschreiben. Nur für mich und mit der Hand.   Früher habe ich das belächelt. Und es wirklich zu tun, hat mich Überwindung gekostet. Aber es hilft mir sehr, mich zu reflektieren und Fortschritte zu erkennen. Tim Ferris hat seine Journaling-Routine mal als „geistigen Scheibenwischer“ bezeichnet.   Wie das vonstattengeht, ist individuell sehr verschieden. Manche machen es gern auf leeren Seiten, andere lieben Struktur, für die einen ist morgens der beste Zeitpunkt, andere empfinden es abends als besonders hilfreich.   Und nachdem ich viele unterschiedliche Formate ausprobiert habe, weiß ich jetzt: Ich bin Team „Struktur“. Ich mag es, wenn sich die Fragen, die es zu beantworten gilt, wiederholen, und wenn mir das Journaling ermöglicht, mich zu strukturieren und Prioritäten zu setzen.   Und jetzt kommt doch noch ein von außen sichtbarer Meilenstein, der daraus erwachsen ist:   Seit ein paar Tagen kann man die Essenz zahlreicher selbstgedruckter Journal-Prototypen als schönes, wertiges Journal im Handel kaufen, das wir gemeinsam mit LEUCHTTURM1917 entwickelt haben. Es ist eine Mischung aus täglicher und wöchentlicher Reflexion und Priorisierung sowie inhaltlichen Impulsen, die die einen über 12 Wochen kontinuierlich begleiten.   👉 Wer Lust hat, es auszuprobieren: Wir verschenken 10 Exemplare unter allen NWMS-Newsletter-Anmeldungen bis zum 31.3. und melden uns bei euch, wenn ihr dazugehört. Den Link dazu findet ihr unten in den Kommentaren.
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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

3mo

Unser erstes eigenes Journal ist da! 12 Wochen, 12 Impulse und tägliche Priorisierung.   Als Michael und ich uns kennenlernten, träumte er schon lange davon, ein eigenes Journal zu designen. Und nun ist es da. Seit letzter Woche gibt es das New Work Journal, das wir gemeinsam mit Leuchtturm1917 entworfen haben.   Wir freuen uns sehr und hoffen, dass es viele Menschen in ihrer täglichen Priorisierung, Planung und Reflexion unterstützt.   Jede Woche steht neben den täglichen Planungs- und Reflexionsseiten ein Thema im Mittelpunkt, für das es konkrete Impulse, Übungen und Umsetzungstipps gibt:   Woche 1: Selbstmanagement – Die Kunst, sich zu organisieren Woche 2: Selbstreflexion – Ein versteckter Muskel Woche 3: Sinnfindung – Dem Leben Bedeutung geben Woche 4: Gewohnheiten – Energie sparen & Ziele erreichen Woche 5: Lernen – Von jetzt an für immer Woche 6: Gesundheit – Beziehungen & Schlaf Woche 7: Meetings – Von Zeitfressern zu Kraftquellen Woche 8: Kommunikation – Besser verstehen & verstanden werden Woche 9: Peer-to-Peer-Coaching – Gemeinsam zum Ziel Woche 10: Teamkultur – Psychologische Sicherheit ist der Schlüssel Woche 11: Diversität & Inklusion – Wie Unterschiede uns stärken Woche 12: Nachhaltigkeit – Weil es keine Alternative gibt   Ihr könnt das Journal im Handel oder direkt im Leuchtturm1917 Online-Shop kaufen. Und ihr könnt eins von 10 Journals gewinnen!   Denn zeitgleich mit dem Journal erscheint unser erster neuer New Work Masterskills Newsletter. Den Link zur Anmeldung findet ihr unten in den Kommentaren, und ich freue mich sehr, wenn ihr ihn abonniert.   Wir verlosen 10 Exemplare unter allen Newsletter-Anmeldungen bis zum 31.3. und melden uns im Anschluss per Mail bei euch, wenn ihr dazu gehört.
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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

4mo

„Ich arbeite nicht gern mit Welpen.“ Ein Satz, der meinen Blick auf Führung verändert hat.   Ich habe eine Bekannte, die Hundetrainerin ist. Als wir telefonierten, sagte sie zu mir: „Ich habe gleich Welpen-Schule und überhaupt keine Lust.“   Ich war erstaunt. Denn eine Stunde mit einer Truppe tapsiger Welpen zu verbringen, wäre auf meiner Präferenz-Skala noch vor der Weinverkostung. Zur Begründung sagte sie: „Die können noch nichts. Ich arbeite lieber mit denen, die schon weiter sind.“   Den Punkt konnte ich wiederum nachvollziehen. Es hat mich an etwas erinnert, das ich mir bis dahin nicht eingestanden hatte.   Ich selbst habe es aus demselben Grund vermieden, mich mit unseren Werkstudenten und Praktikanten zu befassen. Was mir ein sehr schlechtes Gewissen gemacht hat, weil ich ja auch ähnlich unerfahren gestartet bin und auf Unterstützung angewiesen war.   Und gleichzeitig hatte ich Kollegen, die richtig gut darin waren, bei anderen Grundlagen zu legen, wie z. B. den Umgang mit Excel zu erklären, passende Aufgaben zu delegieren und deren Umsetzung zu betreuen sowie die ersten wichtigen Feedbacks zu geben.   Nun verzeiht mir bitte die Analogie zwischen Hund und Mensch, die nicht despektierlich gemeint ist.   Der Ausspruch meiner Bekannten hat mir eins klargemacht: Nicht jeder hat dieselbe Motivation, wenn es darum geht, Einsteiger:innen zu begleiten. Und das ist auch okay.   Es muss aber unbedingt reflektiert werden. Denn sonst führt das dazu, dass der Werkstudent wochenlang geghostet wird oder Berufseinsteiger eingestellt werden, über die man sich dann beklagt, weil sie ja noch gar nichts können. Und das ist nicht nur unfair, es bringt auch niemandem was.   Zusätzlich wird meist unterschätzt, wie wichtig es ist, dass es Menschen gibt, die sich die Zeit nehmen, eben jene Arbeitsgrundlagen bei jungen Menschen zu legen, auf denen andere später aufbauen. Das ist weder eine Selbstverständlichkeit, noch ist das „mal eben nebenher“ gemacht. Da wäre mehr Wertschätzung angebracht.   Habt ihr eine klare Präferenz, was das Erfahrungslevel von Kolleg:innen und Mitarbeitenden angeht? Und wie geht ihr damit um?   (Hiermit entschuldige ich mich bei all meinen ehemaligen Werkstudenten und Praktikanten, die mich regelrecht stalken mussten, um meine Aufmerksamkeit zu bekommen.)
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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

4mo

Narzissmus ist für mich die größte Red Flag Was ich daraus gelernt habe.   Narziss war gemäß der griechischen Mythologie so verliebt in sich, dass er sich nicht vom eigenen Spiegelbild im Wasser lösen konnte und letztendlich starb.   Ein schöner Akt narzisstischer Selbstbereinigung, auf den wir im Alltag leider nicht hoffen können.   Die Welt ist voll mit Menschen, die sich selbst „ein bisschen“ zu besonders und zu wichtig nehmen, und dabei vergessen, dass andere Menschen auch Bedürfnisse haben.   Von der Abgrenzung, wer ein Narzisst ist und wer „nur“ narzisstische Züge hat, sollte ich als Nicht-Psychologin wohl die Finger lassen.   Aber es gibt Eigenschaften, die für mich ein klares Signal sind, Abstand zu halten:   - Immer Mittelpunkt stehen zu wollen, aufgrund von „Großartigkeit“ oder Opferdasein -Von anderen zu erwarten, sie müssten sofort springen, wenn sie etwas wollen (umgekehrt lassen sie andere immer warten) - Klare Grenzen für sich selbst zu haben, aber keinerlei Respekt für die Grenzen anderer - Andere hart zu kritisieren, aber Kritik an sich selbst nicht ertragen zu können - Ein kleiner Kreis enger Vertrauter, die alles Unangenehme für einen erledigen - Verstoß aus diesem Kreis, wenn jemand nicht mehr funktioniert oder Widerworte gibt - Ein guter Instinkt für die Schwachstellen anderer, um sie für eigene Zwecke zu nutzen   Und der Wolf kommt oft im Schafspelz, denn auf den ersten Blick sind Narzisst:innen zunächst freundlich, hilfsbereit und charismatisch.   Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen: Gehen!!! Die Beziehung zu Narzissten ist niemals eine, die gutgeht.   Privat bin ich da inzwischen klar. Beruflich lässt sich das nicht immer umsetzen, dann gilt - Abstand maximieren - Klare Grenzen setzen - Sich nicht einwickeln lassen - Verletzungen nicht persönlich nehmen   Welche Erfahrungen habt ihr mit Narzisst:innen gesammelt? Und was sind eure Warnsignale?
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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

3mo

𝗪𝘂̈𝗿𝗱𝗲𝘀𝘁 𝗱𝘂 𝗳𝘂̈𝗿 𝗲𝗶𝗻 𝘀𝗰𝗵𝗼̈𝗻𝗲𝗿𝗲𝘀 𝗕𝘂̈𝗿𝗼 𝗮𝘂𝗳 𝗚𝗲𝗵𝗮𝗹𝘁 𝘃𝗲𝗿𝘇𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲𝗻? Ich kann das klar mit „Ja“ beantworten | Anzeige   Wenn ich an die Büros zurückdenke, in denen ich tätig werden durfte, war die ein oder andere „Traumkulisse“ dabei.   Kern der Gestaltung waren meist karge Wände, maximal noch in den Unternehmensfarben gestrichen, ergänzt durch funktionale Möbel ohne Wohlfühlfaktor, grelles Licht sowie winzige Küchen. Klar, man gewöhnt sich an alles, aber auch nur so lange, wie es sein muss.   Für mich ist eine schöne und flexible Arbeitsumgebung ein entscheidender Faktor, wenn es um Anwesenheit im Büro und Produktivität geht. Dafür würde ich auch auf Gehalt verzichten.   Und die neue Studie von Mindspace bestätigt es: Die Zeiten, in denen man Menschen in seelenlose Bürobunker im Außenbezirk beordern konnte, sind definitiv vorbei.   - Für 42,7 Prozent der Befragten hat die Gestaltung des Büros einen wesentlichen Einfluss auf ihre Arbeitgeberwahl. - 22,8 Prozent würden für eine schöne und gesunde Arbeitsumgebung auf Gehalt verzichten. - Bei der GenZ sind es sogar 36,9 Prozent.   Dahinter verbirgt sich der Wunsch nach ergonomischer Einrichtung, ruhigen Bereichen, guter Beleuchtung und Akustik, Gemütlichkeit, Design und Flexibilität.   Alles Faktoren, die darauf einzahlen, dass Menschen gerne ins Büro kommen, sich dort wohlfühlen und produktiv arbeiten können.   Wer in eine gute Arbeitsumgebung investiert, steigert die Zufriedenheit, Produktivität und Bindung der Mitarbeitenden und hat es leichter, Talente für das Unternehmen zu gewinnen. Die Mindspace-Studie untermauert dies mit vielen weiteren Insights. Den Link dazu findet ihr in den Kommentaren.   Umso erstaunlicher finde ich es, dass das, was intuitiv sofort einleuchtet, oft noch ignoriert und als „nice to have“ abgestempelt wird.   Was ist euch besonders wichtig, damit ihr euch am Arbeitsplatz wohlfühlt? Und würdet ihr dafür auch auf Gehalt verzichten?
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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

3mo

Bist du schlauer als dein Chef? Das Leben sollte kein permanentes „Müssen“ sein.   Wenn ich an frühere Führungskräfte zurückdenke, habe ich nie mit ihnen tauschen wollen.   Denn viele von ihnen haben zugunsten ihrer Karriere ein Leben geführt, das sie gar nicht führen wollten: - zu viel Fremdbestimmung - zu viel Raubbau an den eigenen Ressourcen - zu wenig Wollen und zu viel Müssen   Oft getrieben von dem Gefühl, man würde nicht genug leisten, ginge es einem dabei nicht ausreichend schlecht. Ein Dogma, das auch heute noch in vielen Unternehmen gepflegt wird. Ausgeglichene Führungskräfte, die nicht bis unters Dach voll mit Terminen sind, werfen dort eher Fragen auf.   Das ist natürlich kein Lifestyle, den Führungskräfte exklusiv für sich gepachtet haben. Ich habe ihn in meiner Selbstständigkeit über viele Jahre genauso gelebt. Mich zu Dingen zwingen zu können, war meine (vermeintliche) Superpower.   Die Frage ist nur: Wozu? Oder besser noch: Geht das nicht auch anders?   Ja, das geht. In dem neuen Buch von Emma-Isadora Hagen „Jetzt bist du schlauer als dein Chef“ findet ihr 100 kompakte Impulse, die euch dabei unterstützen, Altes zu hinterfragen und euren persönlichen Weg zu finden, um in der Arbeitswelt glücklich und erfolgreich zu sein.   Ich habe das Kapitel „Warum Arbeit nicht alles ist" geschrieben, in dem es darum geht, wie eng das Korsett manchmal ist, das wir uns selbst angelegt haben, und warum wir uns dringend davon lösen sollten.   Das Buch erscheint am 24. März und ist eine große Empfehlung für alle, die Lust auf frische und auch unkonventionelle Augenöffner von einer smarten Person haben.
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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

2mo

Die neue Shirin David-Doku: Hustle Culture at its best. Wie viel Selbstzweifel und Härte führen zum Erfolg? Wenn es nach Shirin David geht: viel davon. Mich faszinieren die Lebensläufe erfolgreicher Menschen. Ich frage mich, woher sie ihre Energie nehmen und wie sie es schaffen, konstant Spitzenleistungen abzurufen und mit innerem und äußerem Druck umzugehen. Klar hab' ich mir daher auch die neue Doku „Barbara – Becoming Shirin David“ angeschaut. Shirin ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Musikerinnen und hat sich ihren Erfolg selbst erarbeitet. So etwas inspiriert mich. Normalerweise. Diese Doku hat bei mir allerdings einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Denn von Anfang bis Ende wird mit großer Beharrlichkeit der Glaubenssatz reproduziert, dass vor allem permanente Selbstkritik, absolute Kontrolle über alles, Dauerstress und die vollständige Aufgabe eines Privatlebens der Schlüssel zum Erfolg seien – nebst Schönheits-OPs. Hier ein paar ihrer Zitate: „Nein, ich esse nicht.“ „Ich habe kein Privatleben.“ „Ich habe keinen Raum für Fehler.“ „Ich habe nur den Blick auf die perfekte Shirin.“ „Für jedes Mal, was ich bezahlt hab’ auf irgendeinem OP-Tisch, hab’ ich davon profitiert.“ Wow. Für Shirin scheint das zu aufzugehen: Sie erhält Preise, wird gefeiert, füllt Hallen. Nur sitzt sie danach dennoch weinend in ihrer Garderobe, weil irgendein Tanzschritt nicht perfekt gepasst hat. So what?! Bei allem Respekt für ihre Leistungen. Es ist nicht okay, dass hier vor allen jungen, weiblichen Fans die Erfolgsformel verkauft wird: „Sei immer hart zu dir, nie zufrieden und betrachte dich selbst nie als gut genug.“ In einer Welt, in der bereits genug Menschen mit mentalen Problemen und ungesunden Körperbildern zu kämpfen haben, brauchen wir Vorbilder, die mentale Gesundheit, gesunde Leistungsorientierung und Erfolg in Einklang bringen. Nein, Erfolg fällt nicht vom Himmel, aber übermäßige Härte und permanente Selbstkritik führen auch eher in eine Klinik als an die Spitze.
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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

4mo

Eine Krise macht noch keinen Sommer. Meine Krisen, meine Wendepunkte und wo ich aktuell stehe.   Wir Menschen haben eine Präferenz für einfache Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge. Deshalb ist die Heldenreise ein so beliebtes Narrativ:   Jemand verlässt unfreiwillig die gewohnte Welt, überwindet eine zentrale Krise und kehrt transformiert zurück. Und fertig ist die Laube.   Das lässt sich gut in Büchern, Serien und Filmen verkaufen – und auf Social Media sowieso.   Mir persönlich hätte eine Krise auch gereicht. Aber so läuft es meistens nicht.   Ende 2018 wurde bei mir per Zufallsbefund eine seltene Krankheit festgestellt, für die es keine Therapie gibt. Von den potenziell lebensbedrohlichen Diagnosen, die im Raum standen, war es am Ende eine, mit der ich gut leben kann. Ich traf daraufhin eine wichtige berufliche Entscheidung und dachte, ich hätte jetzt verstanden, worum es im Leben ginge.   Das hielt mich nicht davon ab, weiterhin Raubbau an mir zu betreiben. 2022 landete ich wegen eines Knotens wieder im Krankenhaus. Und anders als geplant, war die Sache nach einer OP und ein paar Tagen zu Hause, nicht gegessen – ganz im Gegenteil. Ich hatte zu wenig Reserven für eine schnelle Genesung und fiel in ein tiefes Loch. Es folgten eine Auszeit, berufliches kürzertreten sowie Erkenntnisse und Vorsätze. Jetzt war aber wirklich „alles“ klar.   Und dennoch rutschte ich Stück für Stück in alte Muster. Bis mich ein Jahr später die Wechseljahre kalt erwischten, mit ihrem ganzen Reigen an Symptomen. Auch das war wieder monatelange Aufbauarbeit, bei der ich glaubte, nun besser auf mich zu achten und endlich die richtigen Prioritäten zu setzen. Finally.   Und trotz allem, was ich gelernt hatte, womit ich mühelos ganz passable Gesundheitsvorträge hätte halten können, sprach letztes Jahr jemand das Wort Burnout aus. Und ich wusste, dass es wahr ist. Und auch, dass ich jetzt bereit war, mir all das anzuschauen, was 46 Jahre nicht gut gelaufen ist. Das konfrontiert, tut weh, erklärt vieles und macht den Weg frei für Neues.   Bin ich danach fertig? Nein – es wird neue Krisen und Herausforderungen geben.   Kein Wendepunkt bringt die erhoffte 180 Grad Wende, aber jeder trägt dazu bei, näher an das zu kommen, was wir wirklich wollen und wichtig finden. Vor allem, wenn mit der Krise arbeiten, statt gegen sie.   Ich freue mich, dass Dr. Katarzyna (Kasia) Mol-Wolf ihren Podcast „Kasia trifft….“ wieder gestartet hat, in dem es um Wendepunkte geht. Wir sprechen in der aktuellen Folge über all das, was ich oben kurz skizziere und darüber, wie ich meinen Umgang damit finde.   Die Folge ist seit heute auf allen Podcast-Plattformen und ich freue mich, wenn ihr reinhört.
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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

4mo

Jetzt anmelden: 3 Tage Leadership-Programm im Mai Denn nichts ist teurer als schlechte Führung. Die Kosten schlechter Führung sind immens. Gallup schätzt die Produktivitätsverluste, die darauf zurückzuführen sind, auf 438 Milliarden Dollar pro Jahr. Wie das in der Realität aussieht, kennen viele von uns aus eigener Erfahrung. Können wir uns das leisten? Wohl kaum. Ebenso wenig wie wir es uns leisten können, dass Menschen aufhören, sich zu entwickeln, frustriert, gestresst und ausgebrannt sind und die Freude daran verlieren, sich einzubringen und zu leisten. Das gilt für Mitarbeitende wie für ihre Führungskräfte. Michael Trautmann und ich haben deshalb ein umfassendes Leadership-Programm entwickelt, das mittlerweile in zahlreichen Unternehmen eingesetzt wird. Zweimal im Jahr bieten wir es zusätzlich als offenes Training an. Der nächste Termin ist: 👉 19. bis 21.5.26 (in Hamburg) In den 3 Tagen geht es sowohl um Selbstführung (u.a. Selbstreflexion, Selbstmanagement, Stressmanagement), um 1:1 Führung (u.a. Motivation, Feedback, stärkenorientierte Führung) als auch um Teamführung (u.a. Teamkultur, Teamkoordination und Teamentwicklung). Im Anschluss an die 3 Tage vor Ort haben die Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit, die Inhalte begleitet durch ein 12 Wochen langes Peer-to-Peer-Coaching Programm umzusetzen. Wir haben dafür gemeinsam mit John Stepper, dem Entwickler der Working Out Loud Methode, ein auf unser Leadership-Programm zugeschnittenes Format entwickelt. Das Seminar findet statt in unserer neuen Location, die im Herzen Hamburgs liegt (Neuer Wall) und neben perfekten Seminarräumen einen großartigen Blick über die Dächer Hamburgs bietet. Mehr Informationen zum Inhalt und zur Anmeldung findest du auf unserer Website (Link unten in den Kommentaren). Und sehr gern stehen wir dir auch für einen persönlichen Austausch zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn du Interesse hast, dabei zu sein!
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Swantje Allmers

Coaching & Leadership

3mo

Welche Eigenschaften braucht man, um Führungskraft zu werden? „Nett zu sein“ gehört nicht dazu.   Zumindest war das lange die Regel. Als ich Ende der 90er ins Berufsleben startete, wurden von Führungskräften spitze Ellenbogen erwartet. Sie mussten hart und unnachgiebig sein. Sich am besten dadurch auszeichnen, dass ihre Mitarbeitenden immer auch etwas Angst vor ihnen hatten, denn sonst machen sie am Ende noch, was sie wollen. Und das galt als etwas Schlechtes – logisch.   Für nette und empathische Menschen, die nach Harmonie streben, gab es natürlich auch Jobs: etwa unkompliziertes Teammitglied, zuverlässige Assistenz oder fleißige Sachbearbeitung.   Wohin das Paradigma der unnachgiebigen Führungskraft führt, haben viele von uns erlebt: - Angst vor Führungskräften - Fehlervermeidung statt neuer Ideen - Fehlende Motivation und Weiterentwicklung - Mangelnde psychologische Sicherheit - Nicht diverse, überwiegend männliche Führungsteams   Und wie schön wäre es, wenn all das heute schon der Vergangenheit angehören würde.   Tut es aber nicht. Oft wird insgeheim immer noch mit der alten Normschablone rekrutiert („Wir suchen jemanden, der auch durchgreifen kann.“) und es fehlen Ideen, wie es anders laufen könnte.   Diese Woche hat Laura Bornmann ihr Buch „New Leadership“ veröffentlicht. Laura glaubte selbst lange, sie sei „zu nett und zu empathisch“ für Führung. Sie wurde dennoch eine der jüngsten und erfolgreichsten Führungskräfte im REWE-Konzern und entdeckte, dass genau diese Eigenschaften dafür viel wichtiger waren als spitze Ellenbogen.   In ihrem Buch beschreibt sie, wie gute Führung heute aussieht. Und mit 50 ganz konkreten Leadership-Hacks gibt sie konkrete, leicht umsetzbare Tipps für den Weg dorthin.   Danke Laura, dass du dieses Buch geschrieben hast und dazu beiträgst, dass die überholten Leadership-Schablonen endlich in den Müll kommen.
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